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Lithoscope (Bewehrungssuche)
Die Bewehrungssuche mittels Lithoscope gehört zu den zerstörungsfreien Messverfahren, es basiert auf der Messung elektromagnetischer Wellen. Ein Sender erzeugt über eine Spule eine Induktionsspannung. Die Größe der Spannung gibt Aufschluss über den Anteil und den Abstand von magnetisierbarem Material im Messfeld. Der Messkopf des Lithoscope speichert die Messdaten des elektromagnetischen Feldes und das Führungsrad misst parallel dazu die mit dem Messgerät zurückgelegte Strecke. Somit erhält man auf dem Gerät und alternativ bei Speicherung der Daten auf einem Laptop die Datenwerte als Verlaufsdiagramm ausgegeben. Jeder Peak des Diagramms lässt die Lage eines Bewehrungsstabes vermuten, dicht nebeneinander liegende Stäbe beeinflussen die Messkurven untereinander.
Rückprallhammer bzw. Schmidt-Hammer (Betondruckfestigkeit)
Die Prüfung der Betondruckfestigkeit mit dem Rückprallhammer nach Schmidt erfolgt zerstörungsfrei. Der Schlagbolzen des Schmidthammers wird senkrecht auf die zu prüfende Fläche gedrückt, wodurch sich eine Feder spannt. Diese wird dann mechanisch ausgelöst und das gespannte Schlaggewicht trifft über den Schlagbolzen mit einer bestimmten Energie auf die Betonoberfläche.
Phenolphtaleintest (Karbonatisierungstiefe)
Mit dem Phenolphtaleintest wird der pH-Wert von Beton überprüft, um den natürlichen Korrosionsschutz der Bewehrungsstähle zu testen. Als Indikatorlösung wird i.d.R. ein Anteil von 10 g Phenolphtalein zu 1000 ml Methanol verwendet (bei trockenen Oberflächen gegebenenfalls mit Zugabe von 1% destilliertem Wasser). Es hat die Eigenschaft, bei einem pH -Wert von ca. 9,5 farblich zu reagieren.
Druckpresse (Betondruckfestigkeit)
Für die zerstörende Messung der Betondruckfestigkeit in einem Labor mit der Druckpresse sind zylindrische Prüfkörper notwendig. Hierfür werden Bohrkerne mit einem Durchmesser von 100 bzw. 150 mm im Nassbohrverfahren dem Baukörper entnommen. Die später ermittelte Druckfestigkeit kann der eines 200 mm Würfels gleichgesetzt werden.
Bohrmehlprobe (Salzbelastung)
Die Bohrmehluntersuchung auf Salzbelastung erfolgt in einem Labor - die Probenentnahme auf der Baustelle über ein spezielles Bohrgerät. Der Bohraufsatz für auf die Bohrmaschine ist mit einer Absaugung verbunden. Ein hohler Bohrer mit kleinen Ansaugöffnungen in der Bohrspitze dient der Abführung des Bohrmehls.
CM-Messung (Feuchtemessung)
Die CM-Messmethode beruht auf der chemischen Reaktion von Wasser mit Calciumcarbit entsprechend folgender Formel 2 H2O + CaC2 à Ca(OH)2 + C2H2. Das in der Materialprobe enthaltene freie Wasser reagiert mit dem Calciumcarbit und bildet Acetylen. Dies führt zu einer Volumenausdehnung des Gases, die wiederum in einem definierten Prüfbehälter zu einem Druckanstieg führt. Umso größer der Wassergehalt in der Probe, desto größer der Druckanstieg.
Darr-Methode (Feuchtemessung)
Die Darr-Methode nach DIN 52183 ist eine gravimetrische Feuchtemessmethode und gehört zu den zerstörenden Messverfahren. Bei Beachtung der Messfolge ist diese Methode sehr genau. Die Materialprobe darf nicht durch Bohren mit hoher mechanischer Energie entnommen werden, weil sonst ein Teil des Wassergehaltes durch die hohe Wärmeentstehung verdunsten würde.
Boroskop / Endoskop (optische Hohlraumuntersuchung)
Das Boroskop dient der optischen Hohlraumuntersuchung über eine kleine Öffnung (bspw. ein Bohrloch). An das Boroskop wird eine Kaltlichtquelle zur Erkundung dunkler Hohlräume angeschlossen sowie ein Monitor zur besseren visuellen Betrachtung und möglicher Dokumentation über ein Videogerät. Die Auflösung ist von der Anzahl der Glasfasern im Endoskop abhängig.
Risslupe (Rissbreitenmessung)
Die Risslupe ist ein Vergrößerungsglas mit aufgeprägter Masseskala. Dieses wird auf die Bauteiloberfläche mit einem Riss aufgelegt und durch die Risslupe kann die Rissbreite relativ genau abgelesen werden.
Die Kenntnis über die vorhandene Rissbreite dient in Verbindung mit dem Rissverlauf der genaueren Beurteilung.
Impact-Echo (Messung Bauteildicke)
Beim Impact-Echo-Gerät wird auf der Bauteiloberfläche durch den Aufprall einer Stahlkugel eine Schallwelle erzeugt. Bei Inhomogenitäten im Bauteilinneren werden diese Schallwellen reflektiert und von einem Empfänger aufgenommen. Durch Reflexionen auf der Bauteilrückseite kann bei Kenntnis der Schallgeschwindigkeit innerhalb eines Baustoffes bzw. Bauteiles die Bauteildicke errechnet werden.
Radar-Verfahren (Bewehrungssuche)
Die Radarmessung erfolgt zerstörungsfrei über elektromagnetische Wellen im Frequenzbereich bis 2 GHz. Das Messverfahren nutz die unterschiedlichen Reflexionseigenschaften von elektromagnetischen Wellen bei Materialien unterschiedlicher Dichte, hierbei werden die Wellen im Material gedämpft und an Materialübergängen unterschiedlich reflektiert. Das Radarmessgerät kann für zwei Messprinzipien eingesetzt werden; bei der Reflexionsmessung sitzen Sender und Empfänger nebeneinander auf der Bauteiloberfläche.
Ultraschall-Verfahren (Riss- und Hohlraumortung)
Das Ultraschallverfahren macht sich die Eigenschaft einer Absenkung der Schallgeschwindigkeit bei Rissen in Bauteilen zu Nutze. Ein Ultraschallsender wird auf der einen Bauteilseite aufgebracht und auf der anderen Seite ein Empfänger. Diese müssen für die Messung exakt gegenüber liegen. Während der Beschallung des Senders werden am Empfänger die Laufzeit in ųs und die Intensität in % aufgenommen.
Haftzugmessung (Oberflächenzugfestigkeit)
Das Haftzugmessgerät wird zur Messung der Haftzugfestigkeit aufgebrachter Reparaturschichten eingesetzt. Es zeigt, ob diese einen ausreichenden Verbund mit dem Untergrund eingegangen sind. Bei der Oberflächenzugfestigkeit wird die Festigkeit des Untergrundes für mögliche Beschichtungen (z.B. einen Mörtelauftrag oder für Anstriche) geprüft. Die Messergebnisse können einer großen Streuung unterliegen; offensichtlich falsche Werte brauchen nicht berücksichtigt zu werden. Die anschließende Auswertung erfolgt nach DIN 1048-2 und berücksichtigt die Tiefenlage der Bruchfläche sowie die ermittelte Abreißspannung.
Potenzialmessung (Korrosion)
Mit der Potenzialmessung lässt sich die Bewehrungskorrosion in Stahl- und Spannbeton orten. Eine Elektrode wird über ein hochohmiges Voltmeter mit der anmehr ...
Leitfähigkeitsmessung
Die Feuchtemessung eines Materials erfolgt bei der Leitfähigkeitsmessung (oder auch Widerstandsmessung genannt) über das Prinzip der Zunahme der elektrischen Leitfähigkeit bei höherem Wassergehalt. Der Stromfluss bzw. der elektrische Widerstand des Baustoffes zwischen zwei Elektroden (Messsonden) gibt Aufschluss über den Wassergehalt im Material. Dies sind jedoch immer nur relative Werte, absolute Werte können so nicht abgeleitet werden. Störeinflüsse wie Metalle oder Salze beeinflussen die Leitfähigkeit und somit das Messergebnis.
Kapazitive Feuchtemessung
Bei der kapazitiven Feuchtemessung wird ein Messwert entsprechend der erfassten Dielektrizitätskonstante ausgegeben. Die Veränderung des elektrischen Feldes durch Feuchtigkeit und Materialdichte wird erfasst, dabei wird die Kapazität des Kondensators gemessen und in einem Anzeigewert i.d.R. 0-100 ausgegeben. Wasser hat eine recht hohe Dielektrizitätskonstante (ε ~ 80) im Vergleich zu gewöhnlichen Baustoffen, wodurch der Messwert bei steigendem Wassergehalt im Baustoff zunimmt.

